Friedhof

Der Kahlenberger Friedhof hat eine über 230 Jahre lange und kontinuierliche Geschichte und Funktion als Friedhof. Zu Beginn diente er der Josefsdorfer Siedlung als letzte Ruhestätte. In der Nähe des Eingangs befindet sich das Grab der 21-jährigen Karoline Traunwieser, die als „Braut vom Kahlenberg" in der Erinnerung fortlebt. Unweit davon steht die Familiengruft von Carl Joseph Lamoran de Ligne (auch „rosaroter Prinz“ genannt“), der zur Zeit des Wiener Kongresses als Feldmarschall und Staatsmann eine bedeutende Rolle spielte. Sein prunkvolles Leichenbegängnis war damals ein Ereignis für die Stadt.
 
Nach einer Renovierung des bedeutenden Friedhofs durch das Döblinger Heimatmuseum und den „Kahlenbergverein" (mit Hilfe von Geldspenden der Bevölkerung), wurde dieser am 8. Oktober 1966 neuerlich der Öffentlichkeit präsentiert.
 
Nach 110 Jahren wurde 1992 erstmals ein, nicht dem Orden der Ressurektionisten angehörender Verstorbener bestattet (Prälat Leopold Ungar). Grabmäler von Carl Lamoral Fürst de Ligne (23. Mai 1735 - 13. Dezember 1814), dessen Gattin Franziska Xaviera geborene Liechtenstein (27. November 1739 - 17. Mai 1821) und deren Enkelin Sidonia Gräfin Potocka (10. Dezember 1787 - 14. Mai 1828, Gatte [8. September 1807] Franz Graf Potok in Zbaraz, Brody und Potocki) sowie Karoline Traunwieser (von der Dorf und Berg 1819 an Johann Fürst Liechtenstein übergingen) und die Familie Finsterle (Gruftkapelle). Seit 1906 wird der Friedhof vom Orden der Resurrektionisten geführt. Im Jahr 2020 wird der Friedhof auch für alle Wienerinnen und Wiener geöffnet.