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Am Kahlenberger Friedhof wird zu Allerheiligen musikalisch gedacht

Im Rahmen von Allerheiligen wird am Kahlenberger Friedhof der Geschichte und den Persönlichkeiten von Wiens einzigem Waldfriedhofs mit einem Klassikkonzert gedacht. Am Freitag, 30. Oktober 2020, 15 Uhr führt das Posaunenquartett Equalis unter anderem Trauermusik von Beethoven auf.

Mit diesem Konzert wird die historische Verbundenheit zwischen dem Kahlenberger Friedhof und dem Leben von Ludwig van Beethoven in Erinnerung gerufen. Zu seiner Zeit wurde am Kahlenberger Friedhof Geschichte geschrieben, da er als letzte Gedenkstätte für Großbürger und Fürsten galt. Noch heute ist das Grab von Karoline Traunwieser, der „schönsten Frau des Wiener Kongresses“, ein Kultort für viel Döblinger. Die Schauspielerin Ursula Nocchieri liest im zweiten Teil des Konzertes aus dem Leben und Ableben von Ludwig van Beethoven.

Im Rahmen des Konzerts soll nicht nur der Tradition gedacht werden, sondern auch etwas für die Zukunft passieren. Mit einer Mindestspende von 10 Euro wird der Verein ZUKI unterstützt, der aktuell in Kalkutta ein Mädchenheim aufbaut. Platzkarten sind telefonisch unter 02266/63453 erhältlich.

 

Kahlenberger Friedhof

Seit bald 250 Jahren werden am Kahlenberger Friedhof wichtige Persönlichkeiten beigesetzt. Trotz aller geschichtlichen Umbrüche dient dieser Friedhof kontinuierlich als letzte Ruhestätte und Erinnerungsort.

Alles fing an mit der Ansiedelung des Kamaldulenserordens im Jahr 1627. Deren Kloster wurde jedoch 1781 durch Josef II aufgehoben. Hofrat Leopold Kriegl erwarb danach das Gelände auf dem Kahlenberg, ließ die um 1734 wieder errichtete Kirche neu weihen und ein kleines Gasthaus erbauen. Die übrigen Gebäude verkaufte er an Adlige und taufte die neu entstandene Siedlung “Josefsdorf”.

Zur selben Zeit entstand der Waldfriedhof. Seine Einweihung erfolgte am 21. Dezember 1783 von Propst Floridus Leeb, dem Stifter von Floridsdorf. Im Laufe der Zeit wurden hier neben Katholiken auch Protestanten und griechisch-katholische Christen beigesetzt. Ab 1906 ist der Orden der Resurrektionisten Besitzer der Kahlenberger Kirche und des Friedhofs.

Nur am Kahlenberger Friedhof besteht seit 2019 in Wien die Möglichkeit den letzten Weg in die Natur zu gehen. Imposante Eichen, Vogelgezwitscher und Weinberge erzeugen eine einzigartige Stimmung am schönsten Platz von Wien. Die symbolische Asche wird hier wieder Teil des Kreislaufes im Biosphärenpark Wienerwald. Einst war dieser Platz vorbestimmt für Fürsten und Großbürger. Heute ist es als exklusives Refugium für Gedenkstätten laut § 30 (6) des Wiener Bestattungsgesetzes für alle Wienerinnen und Wiener geöffnet.

Spendenkonto ZUKI – Zukunft für Kinder
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